Dienstag, 31. August 2010

Das Leid in der Welt

(Foto: © Lothar-Henke / pixelio.de)

I
ch weiß nicht wie es Euch geht, wenn ihr Nachrichten schaut oder die Zeitung lest. Überall sieht und hört man, was alles in unserer Welt passiert. Hier ein paar Auszüge, von den letzten 3 Wochen:

Zehntausende auf der Flucht vor Vulkan

Somalia bittet Welt um Hilfe
Hungersnot erfasst den Tschad
Eine Millon Menschen auf der Flucht in Pakistan
Land unter in West Deutschland
Die Erde brennt: nach Russland...
Kindesmissbrauch
Das ist nur ein kleiner Teil davon. Wie gehen wir mit all dem Leid um?

Zieht ihr Euch zurück und sagt, ist mir doch egal, ich bin nicht davon betroffen? Um Euch vielleicht vor all dem Leid zu schützen.

Sagt ihr:"Alles ist katastrophal in der Welt, aber irgendwie leben wir unser Leben so weiter".

Oder geht es Euch eher wie mir?

Mir geht es sehr nahe, wenn ich mir all das anschaue, gerade wenn es Kinder betrifft. Ich habe schon oft geweint, wenn ich z.B. von Missbrauch an Kinder gelesen habe, oder die Menschen sehe die irgendwo verhungern oder wo Menschen durch Kriege sterben müssen. Ich möchte so gern was tun!!

Oft war es für mich nicht mehr zu ertragen und ich habe mir gewünscht das Jesus doch bald wiederkommt, damit all dieses Leid ein Ende hat.

Wenn es mir schon so geht, wie muss es dann für ihn sein. Der, der uns so sehr liebt, er ist bestimmt auch sehr traurig.

Aber er hat einen Plan, und er wird dem allem ein Ende machen, wenn die Zeit dazu gekommen ist.

Bis dahin wünscht er sich nichts sehnlicheres, dass wir uns gegenseitig helfen, uns respektieren und lieben. Dieser Grundsatz wird immer und immer wieder in der Bibel betont:

Liebe deinen nächsten, wie Dich selbst!

Wer ist mein nächster? Wer ist Euer nächster? Und was können wir tun, um in diese Welt Licht hineinzubringen?

Ich hab vor ca. 2 Wochen, ein Tag für mich allein gehabt (mein Mann war mit meinen Kindern unterwegs), da habe ich Gott all diese Fragen vorgebracht und ihn gebeten er soll mir zeigen, was ich konkret machen kann, um Menschen zu helfen. Nicht damit ich besser vor ihm da stehe, Nein, sondern weil es in meinem Herzen ist, Gottes Liebe den Menschen weiterzugeben und anderen helfen zu können.

Als Antwort hat er mir zwei Texte gegeben, den einen möchte ich heute mit Euch teilen:

"Den Reichen musst du unbedingt einschärfen, sich nichts auf ihren irdischen Besitz einzubilden oder sich auf etwas so Unsicheres wie den Reichtum zu verlassen. Sie sollen vielmehr auf Gott hoffen, der uns mit allem reich beschenkt, damit wir es genießen können. Sie sollen Gutes tun und gern von ihrem Reichtum abgeben, um anderen zu helfen. So werden sie wirklich reich sein und sich ein gutes Fundament für die Zukunft schaffen, um das wahre Leben zu gewinnen."
(1.Timotheus 6, 17-19 )

Dieser Text ist an die Reichen gerichtet. Kann ich mich dazu zählen? Könnt ihr Euch dazu zählen?
Ab wann gehört man zu den Reichen?




Ich bin in Bolivien (Südamerika) geboren. Mein Vater ist Deutscher und meine Mutter Bolivianerin, als ich 9 Jahre alt war sind wir hier nach Deutschland gezogen und seit dem lebe ich hier. Wir hatten immer genug zu essen und auch für Klamotten und Spielzeug hat es gereicht, aber gehörten wir zu den Reichen hier in Deutschland? Ich würde sagen nein.


Und wie sieht es jetzt bei mir aus?

Mein Mann hat eine gute Arbeit, wir haben zwei süße Kinder, leben in einem schönen kleinen Reihenhaus zur Miete, wir können ab und zu in den Urlaub fahren. Zähle ich deswegen zu den Reichen hier in Deutschland? Nein, wir sind eher in der Mittelschicht, wenn wir uns mit den Menschen hier vergleichen.

Aber verglichen mit vielen Menschen in meiner Heimat Bolivien, sind wir alle hier in Deutschland reich. Hier bekommt man Hilfe vom Staat, auch wenn sie uns für unsere Verhältnisse oft gering erscheinen mag, ist sie verglichen zu Bolivien sehr viel. Denn dort gibt es nicht so was wie Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe. Es gibt keine Krankenversicherung und noch andere Privilegien die wir hier haben kommen dort nicht vor. Dort muss jeder zusehen wie er klar kommt.

Bolivien ist das ärmste Land in Südamerika, dort herrscht leider auch viel Korruption, so dass es eine große Kluft gibt zwischen arm und reich (Bolivien).

Als ich vor 6 Jahren das letzte Mal dort war, und Frauen und Kinder auf der Straße habe betteln sehen, hätte ich allen gern was gegeben. Aber es sind so viele die dort wirklich arm sind, dass hätten wir nicht gekonnt.

Wir hier in Deutschland können uns das gar nicht so vorstellen, aber dort auf dem Land, leben viele ohne Strom, ohne Wasser. Sie waschen ihre Wäsche in den Flüssen und trinken aus den selbigen. Sie leben in Lehmhütten und müssen schon von Kind auf arbeiten gehen. In den Städten sieht man oft Kinder die Schuhe putzen oder Autos waschen, um für sich und ihren Familien Geld zu verdienen. Diese Kinder haben oft nicht die Möglichkeit eine Schule zu besuchen, da die auch Geld kostet (Bücher usw..).

Da mein Mann und ich damals zur Weihnachtszeit dort waren, haben wir kleine Geschenke und Naschkram gekauft und dort an die Kinder verteilt, die wir getroffen haben. Oder wir haben einige zum Eis essen eingeladen, das war eine Freude zu sehen wie sie sich gefreut haben.

Ein großes Lächeln war auf ihren Gesichtern zu sehen. Auch mit wenig konnten wir ihnen eine Freude machen. Denn für die Menschen dort sind wir reich.

Wir können immer helfen oder teilen, wenn z.B. jeder hier in Deutschland 1 Euro für die Menschen in Pakistan spenden würde die ohne nichts da stehen, denn hätten wir 81,7576 Mio. Euro zusammen und damit könnte dort vielen geholfen werden.

Das muss aber nicht immer Geld sein. Es kann ein Lächeln, ein nettes Wort sein für die Menschen, die uns umgeben.

Gott hat mich wieder dazu ermuntert, dass zu teilen was er mir schenkt. Nicht weil ich muss, sondern weil ich damit anderen helfen kann und so mit Gottes Liebe auf eine Weise weitergebe, es liegt in meinem Herzen und in seinem Herzen.

Das heißt bewusst zu leben, mit offenen Augen und Ohren zu gehen und zu schauen wo kann ich helfen, wo kann ich teilen. Denn auch hier in Deutschland gibt es Armut:


(Foto: © Werner-Neunherz / pixelio.de)

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,678397,00.html


Wir können einiges tun, um etwas Licht in diese Welt zu bringen. Wir müssen dazu nicht in die Krisengebiete reisen, um dort anzupacken. Nein, auch hier werden Menschen gebraucht.

Hört auf Euer Herz. Denn jeder von uns zählt!! Und es macht Freude anderen zu helfen!!

Eure Micky

"Eure Gabe ist wie ein wohlriechendes Opfer, das Gott gefällt. Aus seinem Reichtum wird euch Gott, dem ich gehöre, durch Jesus Christus alles geben, was ihr zum Leben braucht."
(Philipper 4, 18+19)

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